Dienstag, 13. Mai 2014

Natürliche Schädlingsbekämpfung

Da war heute die Freude groß als ich mehrere Marienkäferlarven auf meinen beiden Chili-Pflanzen entdeckt habe! Die beiden sind nämlich ziemlich von Blattläusen befallen... Und siehe da, tatsächlich hat sich ein Marienkäferchen erbarmt und ihre blattlausverzehrenden Kinder auf meinen Chilis abgesetzt. :-) 
So sehen die Larven aus, wenn man eine Kamera hat, die diese Winzlinge einfangen kann:
Quelle Foto: http://www.regenbogenstrudel.de/tag/blumen/

Montag, 12. Mai 2014

Sonntagpost aus dem Balkongartl

Die dieswöchige Sonntagspost kommt ein wenig spät, aber aufgrund des gestrigen Muttertags war ich den ganzen Tag außer Haus und komme erst heute dazu, Neuigkeiten vom Balkongartl zu posten.
In der letzten Woche war das Balkongartl eher eine Werkstatt, als eine grüne Ruheoase - den Grund dafür präsentiere ich euch demnächst in einem Extra-Beitrag.

Hier erst mal einige Eindrücke vom Balkon:

Mein Feigenbäumchen hat zwar keine Früchte, aber wunderschöne Blätter. Im Topf sitzt übrigens mein Hahn "Herbert" - ein Geschenk meiner Schwiegereltern ;-)

Balkongartl-Panoama: Im Vordergrund die Ringelblumen, danach Tomaten und ganz hinten Himbeere und Gojibeere.

Das Balkongartl von der anderen Seite: Vorne Tomaten udn Kräuter, im Hintergrund mein Olivenbaum, der sich vom (zu warmen) Winterquartier wieder super erholt hat.
Die Mini-Schlangengurke: 6 Blüten habe ich bereits gezählt :-)

 

Meine Balkonblumen: Kisterl mit Petunien und Pelargonien - dazwischen gelbe Blüten, von denen ich nicht weiß, wie sie heißen

Die Physalis-Setzlinge wurden vereinzelt und umgetopft. Jetzt heißt es kräftig weiterwachsen!

Mein Thymian blüht auch schon seit zwei Wochen. Am Foto ist es leider nicht so gut zu erkennen, aber die Mini-Blüten sind ganz zart lila gefärbt. Ich mag blühende Kräuter!
Apropos Blüten: Meine Cocktailtomate hat die ersten Blüten angesetzt!
Und nun zur Niederlage der Woche: Die Radieschen sind schon wieder geflopt. Nun habe ich mir endgültig geschworen, im nächsten Jahr keine Radieschen mehr anzubauen. Dieses Jahr hatte ich sie am sonnigsten Platz am Balkon, aber leider hat das scheinbar nicht ausgereicht; sie bilden nicht mal ansatzweise Knollen. Das heißt für mich, dass ich in den nächsten Tagen an die 25 Radieschenpflanzen ausrupfen muss, aber: wenigstens werden dann wieder Töpfe frei und ich kann etwas Neues anpflanzen ;-)
 
Zu guter Letzt meine Neuerwerbungen für's Wohnzimmer. Ich bin auf diversen Blogs auf Sukkulenten als Zimmerpflanzen gestoßen und hab mich am Samstag mal im Baumarkt umgesehen und diese drei Pflänzchen ausgewählt. Die hinterste dürfte eine Aloe Vera-Art sein (so eine hab ich auch in groß), den Namen der mittleren kenne ich nicht und die vorderste Sukkulente heißt "lebender Stein"; sie teilt sich einmal jährlich und produziert zwei dieser "Kiesel". Ich bin gespannt! Jedenfalls muss ich mich als unverbesserliche "Zuviel-Gießerin" sehr zurückhalten, weil diese Pflanzen nur ganz ganz wenig Wasser brauchen und bei Wasserüberschuss schnell zu faulen beginnen.

Donnerstag, 8. Mai 2014

Rezept: Spinat-Sandwich für Vitamine zwischendurch

Zugegeben, es ist kein Rezept von einem Sternekoch, aber mein heutiger Mittagssnack vom Balkongartl war einfach köstlich. Da der Kühlschrank ziemlich leer war, habe ich einfach ein wenig vom Spinat geerntet (der gerade super wächst), ihn gewaschen zwischen zwei Scheiben Toastbrot gepackt und noch ein bisschen Salatdressing drauf gekleckert - fertig ist das Spinat-Sandwich.
Tomaten wären sicher auch lecker dazu, leider haben die noch nicht Saison. Mahlzeit! :-)

Mittwoch, 7. Mai 2014

Kohlrabi, Salat und ein Video zum Thema Saatgut

Heute Früh habe ich entdeckt, dass der blaue Kohlrabi langsam beginnt eine Knolle anzusetzen! Ich finde, er sieht einfach wunderschön aus. Man merkt allerdings, dass er in meinem großen Betontrog weitaus schneller wächst, als im Gemüsetrog, der weniger Sonne abbekommt. Die Pflänzchen da drin sind weitaus kleiner und zeigen noch keine Spur einer Knolle. Hier aber mal mein Super-Kohlrabi:
Im selben Trog, aber einige Meter entfernt wächst mein Vogerlsalat brav vor sich hin. Ich habe schon eine zweite Runde gesät, die auch bereits aufgeht.
Auf einem freien Plätzchen in einem der Balkonkistchen - dort ist mir leider ein Hornveilchen nach dem Rückschnitt eingegangen - habe ich den vorgezogenen Asia-Salat "Mustard Purple Wave" eingesetzt. Mal sehen ob es ihm neben der Zitronenmelisse gefällt.


Der ungarische Spitzpaprika ist in den letzten Tagen ordentlich gewachsen, aber Blüten sehe ich noch nirgends. Gut, er ist auch noch ein wenig klein.

Und die Pelargonien blühen auch schon. Eine blüht rosa, die andere hat sich auch schon geoutet und hat wunderschöne rote Blüten:

Sonst passiert hier nicht allzu viel. Heute habe ich aus Rankstangen ein Tipi für die ausgesäten Prunkbohnen gebastelt. Sie sollten rot blühen und ordentliche Schoten ausbilden - schau'n wir mal, was passiert. Warm genug zum Keimen ist es ja schon.

Zum Abschluss noch ein Video-Tipp zum Thema Saatgut-Erhaltung; etwas das mir sehr am Herzen liegt. Hier die 50-minütige Doku von Arte mit dem Titel "Die Saatgutretter". Anschauen lohnt sich!
Hier der Link, da das Video in der Mobilversion des Blogs nicht zu funktionieren scheint: https://www.youtube.com/watch?v=Gz3oZOeY6FE

Sonntag, 4. Mai 2014

Sonntagspost aus dem Balkongartl

Das Wetter ist mies und vom Balkongartl gibt es nicht viel Neues zu berichten. (Fast) alles wächst brav, nur der Pflücksalat wird wohl in der nächsten Woche verschwinden müssen. Da tut sich seit dem Blattlausbefall nichts mehr.

Ganz stolz bin ich auf meine Tomaten (2x Cocktailtomate, je 1x Dattel- und Eiertomate), die ordentlich gewachsen sind; zwei Pflanzen haben sogar schon Blüten!

Die Pflänzchen der Sorte "gelbe Johannisbeere", die wild aufgegangen ist, sind leider bis aus zwei eingegangen. Aber wenn diese zwei noch zu anständigen Pflanzen heranwachsen bin ich vollauf zufrieden! Eigentlich wollte ich diese Sorte nicht mehr anbauen, weil sie buschähnlich wachsen und sehr viel Platz beanspruchen. Aber die Früchte sind witzig; wirklich nicht viel größer als Johannisbeeren und super zum Naschen zwischendurch. 

Auch die Gojibeere wächst wie Unkraut; der Strauch hat seine Größe innerhalb eines Monats verdoppelt. Jetzt warte ich auf Blüten, die im Juni/Juli kommen sollten.


Nächste Woche werde ich ein Tipi für die Prunkbohnen bauen, die ich demnächst einsetzen will. Außerdem habe ich Wasabino-Salat in einem kleinen Topf ausgesät, der bereits nach zwei Tagen gekeimt hat; jetzt sind schon stattlich Pflänzchen zu sehen! Die Keimblätter sehen witzig aus; wie kleine Schmetterlinge!,

Abschließend noch zwei tierische Bewohner des Balkongartls: ein Marienkäfer und ein unbekannter, recht großer Käfer :-)


Samstag, 3. Mai 2014

Erkenntnis des Tages: Knoblauch stinkt, Brennesseln brennen

Heute habe ich wieder etwas dazugelernt!
Da einige meiner Pflanzen von Blattläusen befallen waren, möchte ich einer nächsten Invasion vorbeugen und habe deshalb heute spontan beim Gassi gehen Brennesseln gesammelt. Tja, da hätte ich wohl lieber Handschuhe mitgenommen, denn ein Hundekot-Sackerl ist eindeutig kein adäquater Schutz gegen Brennesseln. Aber ich war tapfer und habe genug Blätter gesammelt, um zwei große Gläser Brennesseljauche anzusetzen. Dazu werden die Blätter mit kaltem Wasser in ein großes Gefäß gefüllt. In den Rezepten steht zwar, man solle einen 10 l-Kübel nehmen, aber wir Balkongärtner wissen, dass man für einen kleinen Balkongarten in anderen (kleineren) Dimensionen denken und gärtnern muss. Daher müssen knapp 2 l erst mal reichen. Achtung beim Befüllen der Gläser: nicht bis obenhin voll machen, da die Jauche gärt! Nach dem Befüllen nicht (!) luftdicht verschließen. Ich habe einfach den Deckel ein wenig offen gelassen. Bei warmen Temperaturen setzt der Gärprozess nach 1-2 Tagen ein und ist nach 10-20 Tagen abgeschlossen. Jetzt im Frühling wird es wohl ein wenig länger dauern. Viel Aufmerksamkeit braucht die Jauche nicht; sie muss nur ab und zu umgerührt werden. Im HANDBUCH BIO-BALKON, das ich hier bereits vorgestellt habe, wird die junge Jauche (so lange sie noch nicht dunkelbraun ist) verdünnt gegen Blattläuse aufgesprüht. Ist die Jauche mal dunkelbraun (und stinkt so richtig "fein"), dann darf man sie nicht mehr aufsprühen, kann sie aber als Dünger verwenden.

 
Gegen Blattläuse soll auch Knoblauchsud helfen, den ich ebenfalls heute hergestellt habe. Dazu nimmt man ca. 30 g feingeschnittenen Knoblauch und gießt diesen mit 1 l kochendem Wasser auf. 30 Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Diesen Sud lässt man dann auskühlen und füllt ihn bei Bedarf in eine Sprühflasche, um die betroffenen Pflanzen damit zu besprühen. Ein Tipp: Lässt man diesen Sud eine halbe Stunde in der Wohnung ziehen, dann stinkt das gewaltig, wie ich heute feststellen durfte. Also besser im Freien ziehen lassen ;-)


Und weil ich schon am Schmökern in meinem Balkon-Handbuch war, habe ich auch gleich nach guten Partnern für meine Pflanzen gesucht. Dabei bin ich auf Gartenkresse gestoßen, die man unter einer Vielzahl von Pflanzen aussäen kann. Ich habe sie unter den Himbeeren und den Gojibeeren ausgestreut und auch bei meinen Erdbeeren, Radieschen und dem Spinat erhoffe ich mir die versprochene positive Wirkung der Kresse; sie soll nämlich Schädlinge wie Läuse und Fliegen abhalten.

Erste Ernte und Ausflug auf die G'stettn

Für alle Nicht-Wiener: G'stettn = abschüssiger, ungepflegter Grund der bewachsen ist (oft auch mit Büschen)

Bei der heutigen Gassirunde im Regen dachte ich mir, ich muss mal die G'stettn bei uns vorm Haus für meinen Blog fotografieren. Erfreulicher Weise hat sich die Stadt Wien vor einigen Jahren dazu entschlossen, diesen Hanggrund nicht mehr ratzekahl abzumähen, sondern es dort wuchern zu lassen. Seht selbst, wie toll das aussieht! Unter anderem findt man dort Mohn, riesigen Sauerampfer und Kornblumen.
Als positiver Nebeneffekt ist ein wunderbarer Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge, Marienkäfer und allerlei anderes Getier entstanden. Wir haben dort sogar schon Igel, Mäuse und Marder gesichtet. Meine Labradorhündin wird wohl den Schrecken nie vergessen, als sie einen Igel aufgestöbert hat! (und die können LAUT fauchen ;-)

Außerdem stand heute die erste Ernte vom Balkongartl an. Zu Mittag gab's für mich und meine Töchter (gekauften) Kopfsalat, der durch selbst geernteten Spinat, Mangold, Zitronenmelisse und die kümmerlichen Reste des Pflücksalats ergänzt wurde. Hat super geschmeckt! Ich bin seit heuer bekennender Fan von Spinat als Salatzugabe - einfach köstlich!



 
Auch anderweitig können wir uns bereits (ein klein wenig) vom Balkongartl selbst versorgen: auf dem täglichen Speiseplan stehen diverse Kräuter (Thymian, Salbei, Melisse, Basilikum) sowie Gartenkresse, die ich alle paar Tage anbaue, weil wir sie so gerne auf einem Butterbrot oder als Salatzugabe essen. Und heute habe ich die restlichen Radieschensamen (die ohnehin schon einige Jahre alt waren) auf nassem Küchenpapier ausgestreut und hoffe, wir haben in ein paar Tagen knackige Radieschensprossen für den Salat.